Im Moment ist bei uns vieles anders als sonst. Ihr habt nun schon drei Wochen „schulfrei“, obwohl doch gar keine Ferien sind. Vieles hat geschlossen und auch eure Freund*innen könnt ihr gar nicht oder nur selten treffen. Dafür verbringt ihr viel Zeit mit euren Eltern, und bestimmt habt ihr schon viele neue Dinge ausprobiert, zum Beispiel Online-Sport oder per Video-Call mit euren Freunden spielen. Vielleicht habt ihr euch auch schon gefragt, wie es Kindern in anderen Ländern auf der Welt derzeit ergeht. Denn bestimmt wisst ihr, das Corona-Virus verbreitet sich nicht nur in Deutschland. 

Bhutan, das Land des Donnerdrachen

 

Tatsächlich haben die Kinder derzeit fast überall auf der Welt schulfrei. Auch in unserer Partnerschule in Bhutan. Ihr wisst schon viel über Bhutan, trotzdem hier nochmal ein paar wichtige Infos: Bhutan ist ein kleines Land im Himalaya-Gebirge. Das ganze Land besteht aus Bergen, die höchsten Berge sind fast 8.000 Meter hoch. Bhutan bedeutet übersetzt „das Land des Donnerdrachen“ und es gibt dort sogar einen König. In ganz Bhutan leben nur ungefähr 800.000 Menschen, das sind weniger als in Köln. Das Lieblingsessen fast aller Bhutaner*innen ist Chili mit Reis und der beliebteste Sport ist Fußball. In Bhutan leben Tiger, Affen, Elefanten und Leoparden. 

Gibt es das Corona-Virus in Bhutan?

 

Wie bei uns gehen die Kinder in Bhutan natürlich auch zur Schule – nur im Moment nicht, da haben alle Schulen im Land geschlossen. Dabei sind bisher nur vier Menschen im ganzen Land in Corona erkrankt. Sie alle waren zuvor in Ländern, in denen viele Menschen den Corona-Virus haben, und haben sich dort angesteckt. In Bhutan selber hat sich noch niemand mit Corona infiziert. Trotzdem sind die Bhutaner*innen sehr vorsichtig. Bhutan ist ein armes Land und es gibt dort viel weniger Ärzt*innen, Medikamente und Krankenhäuser als bei uns. Deshalb hoffen alle, dass sich in Bhutan nur sehr wenige Menschen mit Corona anstecken.

 

 

Können Kinder in Bhutan im Moment zur Schule gehen?

 

Es ist ganz ähnlich wie bei uns: Die Schulen und Universitäten sind geschlossen, viele arbeiten nun im Home-Office von zu Hause aus und die meisten Kinder bleiben zu Hause und spielen mit ihren Geschwistern. Genau wie bei uns müssen die Kinder aber auch in Bhutan lernen. Gleich nachdem die Schulen geschlossen wurden, hat sich die Regierung in Bhutan überlegt, Online-Unterricht anzubieten. Das ist eine tolle Idee, aber leider können nicht alle Kinder mitmachen. Besonders in den ländlichen Gebieten haben viele Familien kein Handy, kein Tablet und keinen Computer. Außerdem können dort viele Erwachsene nicht schreiben und lesen, weil sie als Kinder nicht zur Schule gehen konnten. Sie können ihren Kindern also gar nicht helfen. Die bhutanische Regierung versucht diesen Familien zu helfen und auch für sie eine Lösung zu finden. Bisher gibt es dafür aber leider noch keine gute Idee.

 

In Bhutan wird jetzt viel Essen angebaut

 

Viele Kinder helfen ihren Eltern jetzt bei der Arbeit. In Bhutan sind die meisten Menschen Bäuer*innen. Sie bauen auf kleinen Feldern, die meist mitten im Dschungel an steilen Berghängen liegen, Reis, Chilli, Kartoffeln, Kohl, Obst und Gemüse an. Leider reicht das Essen aber nicht für alle Bhutaner*innen. Normalerweise schickt das Nachbarland Indien jedes Jahr sehr viele Lebensmittel nach Bhutan. Weil aber auch in Indien im Moment alle Menschen zu Huse bleiben müssen, funktioniert der Transport nicht so gut. Deshalb versuchen die Bäuer*innen in Bhutan nun selbst mehr anzubauen und auch die Familien in der Hauptstadt legen sich kleine Felder an. 

Spenden aus Köln für Bhutan

 

Das tolle in Bhutan ist, dass sich die Regierung und der König sehr anstrengen, damit es allen Menschen trotz Corona gut geht. Die Menschen halten dort gut zusammen und helfen sich gegenseitig, genauso wie bei uns.  

Zum Glück konnten auch wir die Kinder in Bhutan in diesem Jahr schon unterstützen. Zu Weihnachten haben wir viele Spenden für Schulkleidung, Schulbücher, Schultaschen, Betten, Matratzen und Handtücher sammeln. Im Februar hat Gewang (den kennt ihr ja, er hat uns schon ein paar Mal in der Schule besucht 🙂 den Kindern die Geschenke überbracht. 

 

Schreibt doch einen Brief!

 

Vielleicht habt ihr ja Lust, den Kindern in Bhutan einen Brief (auf deutsch, ich übersetze ihn dann) zu schreiben oder ein Bild zu malen! Ich könnte die Briefe und Fotos abfotografieren und Gewang per Whats App zusenden. Die Kinder in Bhutan können euch auch schreiben, Gewang schickt mir die Fotos dann zu. Schreibt mir einfach an die OGS-Mailadresse, wenn ihr einem Kind in Bhutan schreiben möchtet!

 

 

Wie geht es den Kindern an unserer Partnerschule in Bhutan?